Erdrutsche in Bondo und Kongo

Erdrutsche in Bondo und Kongo

Vor etwas mehr als einer Woche füllten sich die Presse und social media mit eindrücklichen Bildern und Berichten über den Bergsturz im Bergell. Angesichts der ungeheuren Gesteinsmasse, die sich ins Tal wälzte und insbesondere rund um das Dorf Bondo einen erheblichen Sachschaden anrichtete, dürfen wir uns trotz allem Schrecken darüber freuen, dass durch das installierte Frühwarnsystem und die Vorbereitungen der Behörden und Bewohner viele Menschen frühzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Nach den 8 Wanderern, welche trotz Warnungen in das Gefahrengebiet gewandert sind, wurde tagelang leider vergeblich gesucht.

Im Lauf der vergangenen Woche wurden Baumaschinen und Spezialisten überregional zusammengezogen, welche nun bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen haben. Die Geologen vermessen den Berg um allfällige weitere Bewegungen im Gestein früh genug erkennen zu können.

Es fällt leicht, dankbar zu sein, für all die Spezialisten, Behörden und Koordinatoren, welche eine solche Naturkatastrophe mit all ihrem Können wesentlich entschäft haben. Mit einem Blick in den Kongo, sehen wir eindrücklich, dass dies überhaupt nicht selbstverständlich ist.

Am 16. August, genau eine Woche vor dem Bergsturz im Bergell, rutschten mehrere Schlammlawinen in das Dorf Tora im Nordosten der demokratischen Republik Kongo. Zwischen 150 und 200 Menschen verloren dabei ihr Leben. Genaue Angaben können nicht gemacht werden, da weder die Regierung noch lokale Organisationen den vollständigen Überblick haben. Kein Frühwarnsystem warnte sie vor der drohenden Gefahr. Es gibt für die Überlebenden keine Infrastruktur oder Unterstützung von staatlicher Seite, um die Trinkwasser und Energieversorgung innert nützlicher Frist wieder aufzubauen. Es sind die Menschen der Umgebung und nicht zuletzt der Gemeinden, welche sich um die Verletzten und Obdachlosen kümmern.

Dieser Kontrast bewegt uns und fordert uns heraus unseren Wohlstand und unsere Fähigkeiten nicht als selbstverständlich anzusehen, sondern dankbar anzunehmen und zu teilen. In der von der EMK Schweiz veröffentlichten Meldung bittet EMK Bischof Gabriel Yemba Unda,  der den dortigen EMK Gemeinden vorsteht, um Anteilnahme.

Weitere Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten für Tora erhalten sie bei der Connexio Fachstelle oder direkt bei Bischof Unda und im Bulletin der Vereinten Nationen.

Link Connexio: www.connexio.ch

Link Kontaktadresse Bischof Unda: www.umc.org

Link:  Bulletin der UNO: www.humanitarianresponse.info