Sich wahrnehmen

Sich wahrnehmen

Bibelstelle: Markus 3, 1 – 6

In seiner Predigt beschäftigt sich Urs Baumann mit dem Umgang mit Emotionen und den Weg den es sich dabei zu gehen lohnt.

Folgende Gedanken und Fragen regen zum anschliessenden Austausch und zur Reflexion an:

Wichtige Schritte:

Erstens: Innehalten – sich aus der schwierigen Situation herausnehmen – hinschauen wollen und sich den eigenen Emotionen stellen.

Was in uns ist, soll vor Gott kommen, soll sein Treiben im Dunkeln aufgeben; soll raus aus der Anonymität und Heimlichkeit, von wo es seine versteckten Operationen lanciert; es soll sich dem Licht stellen, dem Licht, das Jesus Christus heisst; und sich von ihm verwandeln lassen.

Zweitens: Wahr sein lassen – so empfinde ich – ich übernehme für meine Gefühle die Verantwortung.

Vor Gott zulassen – eventuell auch in einer geschützten Gruppe oder in einer vertrauten Beziehung (FreundIn, SeelsorgerIn, Geschwister) – seine Seele liebevoll an die Hand nehmen und sie in die Gegenwart von Gott bringen.

Dazu gehört:

  • Gefühle zeigen (vgl. Joh 11,35), sich körperlich spüren – Es soll nicht jemand oder etwas zu Schaden kommen.
  • In Worte fassen (vgl. Psalmen)
  • In kreative Energie verwandeln, etwas gestalten.

Drittens: Ich lasse los und überlasse Gott – ich bitte um neue Gefühle.

Mögliche Auswirkungen können sein:

  • Ich komme bei Gott zur Ruhe, erlebe seinen Frieden
  • Ich kann gewaltfrei kommunizieren
  • Ich werde menschlich, kann auch andere besser verstehen und aushalten
  • Ich bin bei mir selber und lasse mich nicht von anderen manipulieren
  • Ich bin offener und empfänglicher für Eindrücke von oben und verwechsle diese nicht mit meinen Gefühlen und unverarbeiteten Erlebnissen.
  • Ich kann wieder Freude empfinden und bin bereit mich zu versöhnen.

Weitere Fragen zum Nachdenken, Austauschen, Diskutieren,…

  1. Wo spüre ich mich nicht und bin ich nicht bei mir selber? Wo reagiert es einfach und der Situation unangemessen; wo gleiche ich einem Vulkan oder Dampfkochtopf? An wem oder was reagiere ich mich ab (Blitzableiter)?
  2. Was bewirken Gefühle?
  3. Kannte Jesus auch Emotionen (vgl. Mk 3,5; 9,19; 10,14; Joh 2,13ff; 11,33.38)? Wie ging er damit um? Ist Zorn Sünde (vgl. Eph 4,26)? Was geschieht, wenn die Wut ein negatives Gefühl ist? Was sind die Folgen? Für was kann Wut gut sein? Braucht es zornige Menschen?
  4. Wie kann ich die Wut ausdrücken und in positive Energie umwandeln?
  5. Wo muss ich Verantwortung für meine Gefühle übernehmen und sie bewusst wahrnehmen?
  6. Wo brauche ich neue Emotionen (vgl. Mt 7,7)?